DGVN Baden Württemberg  
 
 
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Herzlich willkommen bei der DGVN Baden-Württemberg!

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, kurz DGVN, will die deutsche Öffentlichkeit mit dem Zweck, den Einrichtungen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen vertraut machen. Ferner möchte sie das Interesse für zwischenstaatliche und internationale Beziehungen wecken und das Verständnis für aktuelle Vorgänge in der Außen- Sicherheits-, Entwicklungs- und Weltwirtschaftspolitik fördern. Die DGVN ist überparteilich und unabhängig. Sie ist als gemeinnützige Organisation anerkannt und freut sich über engagierte Mitglieder!


Veranstaltungshinweise

Montag, 13. April 2026
18:00 - 19:30 Uhr
Das Büro West, Stuttgart

Resilienz gegen hybride Angriffe - Grenzüberschreitende Krisenprävention und europäische Zusammenarbeit für bessere Krisenvorsorge

In einer Zeit, die von Desinformationskampagnen, Cyberangriffen und geopolitischer Unsicherheit geprägt ist, reichen traditionelle Sicherheitskonzepte nicht mehr aus. Mit der zunehmenden Bedrohung durch hybride Angriffe verschwimmen die Grenzen zwischen militärischer und ziviler Verteidigung immer mehr. Gesellschaftliche Resilienz ist heute ein zentrales Element für Sicherheit und die Stabilität demokratischer Ordnungen. Auch innerhalb der NATO lässt sich eine klare Dynamik beobachten: Abschreckung und Verteidigung werden zunehmend als gesamtgesellschaftliche Aufgabe verstanden, bei der nicht nur Streitkräfte, sondern ebenso kritische Infrastrukturen, Behörden, Wirtschaft und Zivilgesellschaft eng verzahnt handeln müssen. Dadurch gewinnt das Konzept der Gesamtverteidigung besonderen Stellenwert – als Rahmen, der militärische Einsatzbereitschaft mit ziviler Vorsorge, Krisenmanagement und Resilienz gegen hybride Bedrohungen zusammenführt.
Diese Veranstaltungsreihe beleuchtet die Konzepte der Gesamtverteidigung und gesellschaftlichen Resilienz am Beispiel von Staaten, die schon lange in unmittelbarer Nähe strategischer Bedrohungen leben – wie Finnland und die baltischen Länder. Ihre Erfahrungen bieten wertvolle Impulse für Deutschland und andere Staaten, die angesichts einer zunehmend umkämpften Weltordnung ihre sicherheitspolitischen Grundlagen überdenken.
Unsere Expertinnen und Experten diskutieren darüber, wie Gesamtverteidigung als Zusammenspiel von militärischer Abschreckung und Verteidigung, ziviler Vorsorge und gesellschaftlicher Resilienz wirksam organisiert werden kann. Wer trägt dabei in Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft welche Verantwortung? Welche Resilienzstrategien stärken Prävention und Reaktionsfähigkeit gegenüber hybriden Angriffen? Und wie gelingt eine zivil-militärische Zusammenarbeit, die im Krisenfall schnell, verlässlich und rechtsstaatlich funktioniert – und die Bevölkerung als informierte Akteurin einbindet?
Diese Veranstaltung führen wir in Kooperation mit der Friedrich Naumann Stiftung - Für die Freiheit durch. Wir freuen uns über Ihre Teilnahme!

Es diskutieren:

Christoph Eichhorn war deutscher Botschafter in Estland und Bulgarien sowie Gesandter in Washington. Zuvor war er ARD-Journalist und EU-Consultant. Heute berät er Unternehmen, Institutionen und Universitäten zu Digitalisierung, Cybersicherheit, Außen- u. Sicherheitspolitik, Geostrategie sowie Fake News und Desinformation.

 

Irma Petraitytė-Lukšienė ist Expertin für zivile Resilienz & Gesamtverteidigung. Sie ist Vorsitzende der Kommission für zivile Resilienz der Litauischen Weltgemeinschaft und ist aktiv in Krisenmanagement & Ukraine-Hilfe, stärkt Politik, NGOs & Litauen-Deutschland-Kooperationen zur Resilienz & Wehrhaftigkeit.

 

Niko Reith ist wirtschafts- und sozialpolitischer Sprecher der FDP/DVP-Fraktion und Landtagsabgeordneter aus dem Wahlkreis Tuttlingen – Donaueschingen. Er war Obmann der Enquete-Kommission „Krisenfeste Gesellschaft“.

 

Bitte melden Sie sich zu dieser Veranstaltung an unter: https://shop.freiheit.org/#Buchung/H3RVI


Mittwoch, 22. April 2026
19:00 - 20:30 Uhr
Venue: 
Evangelisches Bildungszentrum Hospitalhof Stuttgart, Büchsenstraße 33, 70174 Stuttgart
Language: English
Registration: Please register via anmeldung@daz.org

Reinventing Transatlantic Ties! - The Future of German-American Relations

For decades, the strong partnership between the United States and Europe has been built on shared values and mutual trust. Yet, in a time marked by geopolitical tensions, ongoing conflicts, and growing debates about the future of international cooperation and multilateralism, the transatlantic relationship faces both renewed expectations as well as new uncertainties.

How are political developments in Washington, Brussels, and Berlin reshaping the alliance? What role will security and trade play in defining the next chapter of transatlantic ties? And how can we navigate disagreements while strengthening our shared interests? What is the role of civil society actors on both sides of the Atlantic and private friendships in fostering a stable relationship?

In this discussion, Robin Quinville (Director of the Wilson Center’s Global Europe Program) and Dr. Martin Kilgus (United Nations Association of Germany–Baden-Württemberg) will explore the challenges and opportunities facing one of the world’s most important bilateral partnerships.

With: Robin Quinville, Wilson Center; Dr. Martin Kilgus, United Nations Association of Germany – Baden-Württemberg

In cooperation with: Hospitalhof Stuttgart, The American Council on Germany, 1014 Deutschland e.V.  and DGVN-Baden-Württemberg e.V.

Robin Quinville is the former Director of the Wilson Center's Global Europe Program. She spent more than 30 years as a U.S. diplomat, having served primarily in Europe – including postings to two multilateral organizations (the Organization for Security and Cooperation in Europe and NATO) and bilateral postings to Cyprus, Bosnia, Greece, the United Kingdom, and Germany. She also spent a year in Baghdad, Iraq. In Washington, she directed the Office of Western European Affairs at the Department of State and served as a Wilson Center State Department Fellow for a year. Her last foreign posting was as the Charge d'Affaires at the U.S. Embassy in Berlin, Germany.

Ms. Quinville holds a master’s degree and M. Phil. in international relations from the Columbia University.  and a bachelor’s degree in political science from University of Redlands. She is widely recognized for her expertise in European affairs, alliance politics, and transatlantic cooperation.

Photo: Robin Quinville


4. - 7. Juni 2026
Heidelberg

Heidelberg Model United Nations 2026

Bei den Heidelberg Model United Nations werden etwa 100 Teilnehmende erwartet, verteilt auf sieben Komitees. Hier sind unter anderem SPECPOL, UN Women und der Sicherheitsrat vertreten. Eine Besonderheit der Konferenz ist die Zusammenarbeit mit dem Institut für Übersetzen und Dolmetschen der Universität Heidelberg, durch welche eines unserer Komitees durchgängig in verschiedene Sprachen simultan übersetzt werden wird. Die Gäste kommen auch aus Partnervereinen in Konstanz, Mannheim und Hamburg sowie internationalen Teilnehmenden aus der Schweiz, dem Vereinigten Königreich, Malta und Frankreich.

Weitere Infos: www.hd-mun.org


DGVN Landesverbände - Studienseminare 2026

Die Landesverbände Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen setzen das Angebot an Studienseminaren fort. Nachdem 2024 das Studienseminar Washington D.C:-New York und 2025 das Studienseminar Westlicher Balkan auf großes Echo bei den Mitglieder der DGVN stießen und stets ausgebucht waren, sind für 2026 zwei Studienseminare geplant. Das erste in Washington D.C. und New York mit NMUN New York fand im März bereits statt. Für Herbst ist geplant:

Südkorea und Japan

Für Herbst 2026 ist eine Studienreise nach Südkorea und Japan in Planung, an der sich auch der DGVN-Landesverband Berlin-Brandenburg beteiligen möchte. Details zu dieser Reise und UN-bezogenen Themen der asiatischen Sicherheits- und Entwicklungspolitik folgen in Kürze. 


Neuigkeiten

Neuer Landesvorstand

Bei der letzten Mitgliederversammlung des DGVN Landesvorstandes Baden-Württemberg wurde ein neuer Landesvorstand gewählt. Einige Mitglieder sind nach langer ehrenamtlicher Zeit im Landesvorstand ausgeschieden. Ihnen gebührt unser Dank für ihren Einsatz und Ihr Engagement in all den Jahren. 
Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun, fast drei Jahrzehnte lang Vorsitzender des DGVN Landesverbandes Baden-Württemberg, stand nach diesen langen Zeit nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung, wurde aber erneut als Mitglied im Landesvorstand gewählt. Für sein langjähriges Engagement danken wir im Namen aller DGVN-Mitglieder im Südwesten. Mit seiner Expertise im Fachbereich Migration und Integration hat er im UN-Kontext wichtige Schwerpunkte gesetzt. Zahlreiche Publikationen, Lehr- und Vortragstätigkeiten haben Mitglieder und Interessierten viele Möglichkeiten geboten, sich mit UN-Politik, den SDGs, internationaler Migration- und Asylpolitik und den damit verbundenen sozialpolitischen und ethnischen Fragen auseinanderzusetzen. Karl-Heinz Meier-Braun wird weiter im Vorstand aktiv mitarbeiten, aber nicht mehr als Vorsitzender, sondern mehr als Berater und geschätzter "Senior Expert". 
Als neuer Landesvorsitzender wurde Martin Kilgus gewählt, der als Stellvertreter von Karl-Heinz Meier-Braun viel Erfahrung sammeln konnte. Stellvertretende Vorsitzende sind Marc Zeccola und Martina Merklinger. 


Aktueller Lesetipp

Während der Besetzung der britischen Kanalinseln durch die Deutschen wurden rund 1800 Inselbewohner in Oberschwaben interniert. Karl-Heinz Meier-Braun hat ihre Spuren verfolgt und aufgearbeitet. Ein erster Bericht zu seinen Recherchen zu einem fest vergessenen geschichtlichen Thema erschien in der Stuttgarter Zeitung. In einem zweiten Beitrag konnte er weiterführende Recherchen und damit verbundene Schicksale aufzeigen. 
In weiteren Recherchen zur Geschichte der frühen Arbeitsmigration nach Deutschland beschäftigte sich Karl-Heinz Meier-Braun mit der Geschichte eines Kinos in Mössingen, das einst Filme in Originalsprache aus den Herkunftsländern zeigte und damit eine Marktlücke erschloss. 


Aktueller Buchtipp

Todesursache Flucht

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2018 ist bei Hirnkost das Buch »Todesursache: Flucht« erschienen – unterstützt von mehr als 60 Organisationen, die das Buch bei ihren Aktionen einsetzten. Es gab Theater- und Schullesungen, Kulturevents und viele Diskussionsveranstaltungen. Die Erstauflage (10.000 Exemplare) des Buches war zum Erscheinungstermin quasi bereits vergriffen. Mittlerweile sind mehrere Neuauflagen und Aktualisierungen erschienen.

In den vergangenen 25 Jahren sind mehr als 50.000 Menschen auf der Flucht nach und in Europa ums Leben gekommen. Das Buch enthält die Liste der belegten Fälle dieser Toten. Zusammengestellt wurde diese Liste ursprünglich von der Organisation UNITED for Intercultural Action in Amsterdam. Die meisten Toten sind ohne Namen verzeichnet. Die Hrsg. Anja Tuckermann und Kristina Milz möchten beispielhaft einige Namen nennen und die Menschen, die sie waren, dem Vergessen entreißen, um das Ausmaß dieser Tragödie besser zu fassen zu bekommen – und der Debatte um Flucht und Tod wieder ein menschliches Antlitz zu geben.

Die mehrere hundert Buchseiten umfassende Liste wird um kurze Porträtgeschichten von einigen der Gestorbenen, Berichten von Überlebenden und Beiträgen von Heribert Prantl, Rolf Gössner, Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heike Martin, Bündnis „Gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie“, Jad Lehmann-Abi-Haidar, Aynouna e. V., Stephan Lessenich, Karl-Heinz Meier-Braun, ergänzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Todesursache Flucht

Kristina Milz | Anja Tuckermann
(Herausgeberinnen)

Sachbuch - Hardcover mit Lesebändchen 



70 Jahre DGVN

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen ist am 10. Mai 1952 in Heidelberg von Bürgern aus Politik und Wissenschaft sowie Vertretern des kulturellen, sozialen und religiösen Lebens auf Anregung hochrangiger Mitarbeiter der Vereinten Nationen in New York und Genf gegründet worden.

Im Herbst 1950 brachen die Gerichtsreferendare Carl Eduard Bloem und Oskar Barthels als Mitglieder der 1949 gegründeten “Gesellschaft zur Wahrung der Grundrechte Mannheim Heidelberg” zu einem Studienaufenthalt in die USA auf. Der Anschauungsunterricht in Sachen Demokratie wurde zum Ausgangspunkt für die 1952 erfolgte Gründung der “Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen”. Dr. Carl Eduard Bloem hat im Jahr 2002 zum 50-jährigen Bestehen der DGVN seine Erinnerungen an die Anfänge hier niedergeschrieben.

Dr. Carl- Eduard Bloem wurde am 3.4.1922 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur wurde er sofort zum Wehrdienst eingezogen. Erst nach Ende des Krieges konnte er sein Jurastudium in Heidelberg aufnehmen. 1949 gründete er mit weiteren Studierenden die Gesellschaft zur Wahrung der Grundrechte Mannheim- Heidelberg. Vom 4.10.1950 bis 3.1.1951 unternahm er mit Oskar Barthels als Mitglieder dieser Gesellschaft und weiteren Delegierten auf Einladung des State Departements eine Studienreise in die Vereinigten Staaten im Rahmen des Civil Liberties Exchange Program. Aufgrund der Eindrücke dieser Reise und der dort erfahrenen Ermutigung bildete er 1951 mit Oskar Barthels und weiteren Mitgliedern nach seiner Rückkehr einen Aktionsausschuss zur Gründung der Gesellschaft für die Vereinten Nationen, der in die Gründung der DGVN am 10.5.1952 in Heidelberg mündete. Herr Dr.Bloem blieb der DGVN sein ganzes Leben verbunden und wirkte lange aktiv im Vorstand des Landesverbandes mit. Bis zu seinem Tod am 2. Januar 2007 war er in Mannheim als Rechtsanwalt tätig. Er war verheiratet und hat drei Kinder.

Oskar Barthels war 1952 Mitbegründer der DGVN im Nachkriegsdeutschland. 1960 war er unter der Schirmherrschaft des damaligen Ministerpräsidenten Kurt Georg Kiesinger Mitbegründer des Landesverbandes Baden-Württemberg. Oskar Barthels war Leitender Ministerialrat und Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse. Er verstarb am 5. Juni 2010 im Alter von 90 Jahren.

Die DGVN wird Ihren beiden Gründungsvätern immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

                                                                                                                                                                

Erster Generalsekretär war Hans Pfenninger (auf dem Foto aus dem Jahre 1952 rechts).

In einem Interview berichtet Dr. Angela Frank, die Tochter von Dr. Carl-Eduard Bloem, von der Gründung der DGVN, von ihrem Vater und vom Landesverband Baden-Württemberg.

Film mit Dr. Angela Frank

 

 

 
 
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