DGVN Baden Württemberg  
 
 
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Herzlich willkommen bei der DGVN Baden-Württemberg!

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen, kurz DGVN, will die deutsche Öffentlichkeit mit dem Zweck, den Einrichtungen und der Tätigkeit der Vereinten Nationen und ihrer Sonderorganisationen vertraut machen. Ferner möchte sie das Interesse für zwischenstaatliche und internationale Beziehungen wecken und das Verständnis für aktuelle Vorgänge in der Außen- Sicherheits-, Entwicklungs- und Weltwirtschaftspolitik fördern. Die DGVN ist überparteilich und unabhängig. Sie ist als gemeinnützige Organisation anerkannt und freut sich über engagierte Mitglieder!


Veranstaltungshinweise

Die JUNGE DGVN bietet an:

Exkursion nach Brüssel im Herbst 2026

Date:September 2026 (Bewerbungsfrist: 13.07.2026)
 
Vier Tage an der Schnittstelle von europäischer und internationaler Politik. Die Junge DGVN lädt zu einer viertägigen Exkursion nach Brüssel (KW 39) ein.
Antonio Guterres schüttelt einer zweiten PErson die Hand, im Vordergrund ist ein Stativ mit einem Handy zu sehen, das die beiden filmt.

Was erwartet dich?

Du interessierst dich für die Vereinten Nationen, multilaterale Zusammenarbeit und internationale Politik? Dann komm’ mit auf eine viertägige Exkursion nach Brüssel!

Gemeinsam setzen wir uns vor Ort mit der Arbeit der Vereinten Nationen und ihrer Organisationen auseinander und gewinnen praxisnahe Einblicke in multilaterale Zusammen­arbeit und internationale Ent­scheidungs­prozesse.

Warum Brüssel?

Brüssel zählt zu den wichtigsten Zentren internationaler Politik weltweit. Neben den Institutionen der Vereinten Nationen und Europäischen Union sind hier zahlreiche internationale Organisationen, diplomatische Vertretungen und Akteure der multilateralen Zusammenarbeit ansässig. Mit der zweithöchsten diplomatischen Dichte der Welt nach New York bietet die Stadt ideale Voraussetzungen, um globale Herausforderungen, internationale Verhandlungen und die Rolle multilateraler Institutionen aus nächster Nähe kennenzulernen.

Unser Programm

Im Mittelpunkt der Reise stehen Besuche bei Organisationen und Institutionen der Vereinten Nationen sowie Gespräche mit Akteurinnen und Akteuren aus der Praxis. Ziel ist es, den Teilnehmenden praxisnahe Einblicke in die Arbeit verschiedener UN-Organisationen sowie deren Zusammenarbeit mit internationalen Partnern und politischen Akteuren zu ermöglichen.

Teilnahme und Kosten

Die Teilnahmegebühr beträgt 40 Euro. Darin enthalten sind:

  • Drei Übernachtungen im Hostel inklusive Frühstück
  • Festgelegte Eintritts- und Programmkosten vor Ort
  • Öffentlicher Nahverkehr in Brüssel im Rahmen des Programms

Nicht enthalten sind die An- und Abreise sowie die Verpflegung nach dem Frühstück.

Deine Bewerbung


FREIMUN26

30. Juli bis 1. August 2026

Die Freiburg Model United Nations kooperieren in diesem Jahr mit dem DGVN Landesverband Baden-Württemberg. Neben den MUNs in Heidelberg, Karlsruhe, Tübingen und Stuttgart sind die FREIMUN26 ein Höhepunkt im Südwesten des Landes. Das Veranstaltungsteam schreibt:

"This year, our conference is theme "Uniting Voices - From the Länd to the Wörld." In Baden-Württemberg, the self-proclaimed “The Länd,” we bring together voices from around the world to work constructively on solutions to global problems. Through this shared dialogue, we strengthen international exchange and underscore the importance of diplomacy - an aspect that is particularly relevant in today’s global landscape.

Our delegate applications are currently open, so mark your calendars, spread the word, and get ready for an unforgettable summer of diplomacy in Freiburg!"

Weitere Information zu FREIMUN 26


DGVN Landesverbände - Studienseminare 2026

Die Landesverbände Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen setzen das Angebot an Studienseminaren fort. Nachdem 2024 das Studienseminar Washington D.C:-New York und 2025 das Studienseminar Westlicher Balkan auf großes Echo bei den Mitglieder der DGVN stießen und stets ausgebucht waren, sind für 2026 zwei Studienseminare geplant. Das erste in Washington D.C. und New York mit NMUN New York fand im März bereits statt. Für Herbst ist geplant:

Baltikum

Von 10. bis 23. Oktober 2026 bereiten wir ein Studienseminar vor, das uns von Estland über Lettland nach Litauen führen wird. Geplant sind Gespräche unter anderem zur Sicherheitsarchitektur kleinerer Staaten innerhalb des UN-Systems, zu E-Government und Bürgerbeteiligung, aber auch zu Situation russischer Minderheiten in den drei baltischen Staaten. Den Abschluss bildet ein Besuch der kurischen Nehrung in der Grenze Litauens zur russischen Enklave Kaliningrad. Weitere Informationen zur Reise folgen Mitte Juli. 


Neuigkeiten

Neuer Landesvorstand

Bei der letzten Mitgliederversammlung des DGVN Landesvorstandes Baden-Württemberg wurde ein neuer Landesvorstand gewählt. Einige Mitglieder sind nach langer ehrenamtlicher Zeit im Landesvorstand ausgeschieden. Ihnen gebührt unser Dank für ihren Einsatz und Ihr Engagement in all den Jahren. 
Prof. Dr. Karl-Heinz Meier-Braun, fast drei Jahrzehnte lang Vorsitzender des DGVN Landesverbandes Baden-Württemberg, stand nach diesen langen Zeit nicht mehr als Vorsitzender zur Verfügung, wurde aber erneut als Mitglied im Landesvorstand gewählt. Für sein langjähriges Engagement danken wir im Namen aller DGVN-Mitglieder im Südwesten. Mit seiner Expertise im Fachbereich Migration und Integration hat er im UN-Kontext wichtige Schwerpunkte gesetzt. Zahlreiche Publikationen, Lehr- und Vortragstätigkeiten haben Mitglieder und Interessierten viele Möglichkeiten geboten, sich mit UN-Politik, den SDGs, internationaler Migration- und Asylpolitik und den damit verbundenen sozialpolitischen und ethnischen Fragen auseinanderzusetzen. Karl-Heinz Meier-Braun wird weiter im Vorstand aktiv mitarbeiten, aber nicht mehr als Vorsitzender, sondern mehr als Berater und geschätzter "Senior Expert". 
Als neuer Landesvorsitzender wurde Martin Kilgus gewählt, der als Stellvertreter von Karl-Heinz Meier-Braun viel Erfahrung sammeln konnte. Stellvertretende Vorsitzende sind Marc Zeccola und Martina Merklinger. 


Aktueller Lesetipp

Während der Besetzung der britischen Kanalinseln durch die Deutschen wurden rund 1800 Inselbewohner in Oberschwaben interniert. Karl-Heinz Meier-Braun hat ihre Spuren verfolgt und aufgearbeitet. Ein erster Bericht zu seinen Recherchen zu einem fest vergessenen geschichtlichen Thema erschien in der Stuttgarter Zeitung. In einem zweiten Beitrag konnte er weiterführende Recherchen und damit verbundene Schicksale aufzeigen. 
In weiteren Recherchen zur Geschichte der frühen Arbeitsmigration nach Deutschland beschäftigte sich Karl-Heinz Meier-Braun mit der Geschichte eines Kinos in Mössingen, das einst Filme in Originalsprache aus den Herkunftsländern zeigte und damit eine Marktlücke erschloss. 


Aktueller Buchtipp

Todesursache Flucht

Zum Internationalen Tag der Menschenrechte am 10. Dezember 2018 ist bei Hirnkost das Buch »Todesursache: Flucht« erschienen – unterstützt von mehr als 60 Organisationen, die das Buch bei ihren Aktionen einsetzten. Es gab Theater- und Schullesungen, Kulturevents und viele Diskussionsveranstaltungen. Die Erstauflage (10.000 Exemplare) des Buches war zum Erscheinungstermin quasi bereits vergriffen. Mittlerweile sind mehrere Neuauflagen und Aktualisierungen erschienen.

In den vergangenen 25 Jahren sind mehr als 50.000 Menschen auf der Flucht nach und in Europa ums Leben gekommen. Das Buch enthält die Liste der belegten Fälle dieser Toten. Zusammengestellt wurde diese Liste ursprünglich von der Organisation UNITED for Intercultural Action in Amsterdam. Die meisten Toten sind ohne Namen verzeichnet. Die Hrsg. Anja Tuckermann und Kristina Milz möchten beispielhaft einige Namen nennen und die Menschen, die sie waren, dem Vergessen entreißen, um das Ausmaß dieser Tragödie besser zu fassen zu bekommen – und der Debatte um Flucht und Tod wieder ein menschliches Antlitz zu geben.

Die mehrere hundert Buchseiten umfassende Liste wird um kurze Porträtgeschichten von einigen der Gestorbenen, Berichten von Überlebenden und Beiträgen von Heribert Prantl, Rolf Gössner, Heinrich Bedford-Strohm, Landesbischof der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern, Heike Martin, Bündnis „Gemeinsam für Menschenrechte und Demokratie“, Jad Lehmann-Abi-Haidar, Aynouna e. V., Stephan Lessenich, Karl-Heinz Meier-Braun, ergänzt.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Todesursache Flucht

Kristina Milz | Anja Tuckermann
(Herausgeberinnen)

Sachbuch - Hardcover mit Lesebändchen 



70 Jahre DGVN

Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen ist am 10. Mai 1952 in Heidelberg von Bürgern aus Politik und Wissenschaft sowie Vertretern des kulturellen, sozialen und religiösen Lebens auf Anregung hochrangiger Mitarbeiter der Vereinten Nationen in New York und Genf gegründet worden.

Im Herbst 1950 brachen die Gerichtsreferendare Carl Eduard Bloem und Oskar Barthels als Mitglieder der 1949 gegründeten “Gesellschaft zur Wahrung der Grundrechte Mannheim Heidelberg” zu einem Studienaufenthalt in die USA auf. Der Anschauungsunterricht in Sachen Demokratie wurde zum Ausgangspunkt für die 1952 erfolgte Gründung der “Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen”. Dr. Carl Eduard Bloem hat im Jahr 2002 zum 50-jährigen Bestehen der DGVN seine Erinnerungen an die Anfänge hier niedergeschrieben.

Dr. Carl- Eduard Bloem wurde am 3.4.1922 in Düsseldorf geboren. Nach dem Abitur wurde er sofort zum Wehrdienst eingezogen. Erst nach Ende des Krieges konnte er sein Jurastudium in Heidelberg aufnehmen. 1949 gründete er mit weiteren Studierenden die Gesellschaft zur Wahrung der Grundrechte Mannheim- Heidelberg. Vom 4.10.1950 bis 3.1.1951 unternahm er mit Oskar Barthels als Mitglieder dieser Gesellschaft und weiteren Delegierten auf Einladung des State Departements eine Studienreise in die Vereinigten Staaten im Rahmen des Civil Liberties Exchange Program. Aufgrund der Eindrücke dieser Reise und der dort erfahrenen Ermutigung bildete er 1951 mit Oskar Barthels und weiteren Mitgliedern nach seiner Rückkehr einen Aktionsausschuss zur Gründung der Gesellschaft für die Vereinten Nationen, der in die Gründung der DGVN am 10.5.1952 in Heidelberg mündete. Herr Dr.Bloem blieb der DGVN sein ganzes Leben verbunden und wirkte lange aktiv im Vorstand des Landesverbandes mit. Bis zu seinem Tod am 2. Januar 2007 war er in Mannheim als Rechtsanwalt tätig. Er war verheiratet und hat drei Kinder.

Oskar Barthels war 1952 Mitbegründer der DGVN im Nachkriegsdeutschland. 1960 war er unter der Schirmherrschaft des damaligen Ministerpräsidenten Kurt Georg Kiesinger Mitbegründer des Landesverbandes Baden-Württemberg. Oskar Barthels war Leitender Ministerialrat und Träger des Bundesverdienstkreuzes Erster Klasse. Er verstarb am 5. Juni 2010 im Alter von 90 Jahren.

Die DGVN wird Ihren beiden Gründungsvätern immer ein ehrendes Gedenken bewahren.

                                                                                                                                                                

Erster Generalsekretär war Hans Pfenninger (auf dem Foto aus dem Jahre 1952 rechts).

In einem Interview berichtet Dr. Angela Frank, die Tochter von Dr. Carl-Eduard Bloem, von der Gründung der DGVN, von ihrem Vater und vom Landesverband Baden-Württemberg.

Film mit Dr. Angela Frank

 

 

 
 
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