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Rückblick 2024

Am 26. Januar 2024 und am 31. Januar 2024 boten wir gemeinsam mit dem Deutsch-Amerikanischen Zentrum Stuttgart (DAZ), der Universität Stuttgart sowie dem Europe Direct Informationszentrum Stuttgart zwei Veranstaltungen der DAZ-Reihe „What about Democracy“. Die erste Veranstaltung richtete sich an Studierende, die zweite ist für alle Interessierten offen:

Freitag, 26.1.2024 - 14:00 Uhr - What About Democracy?
Comparing the legal framework
Veranstaltungsort: Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, 70174 Stuttgart Sprache: Deutsch
Veranstaltung für Lehramtsstudierende der Universität Stuttgart (und anderer Hochschulen).

Wie resilient ist die amerikanische Verfassung? - Im Jahr der 60. Präsidentschaftswahlen zeigt sich auf beiden Seiten des Atlantiks ein erodierendes Demokratievertrauen. Insbesondere bei repräsentativen Demokratien nimmt der Wahlakt als unmittelbarer Ausdruck der Volkssouveränität eine zentrale Rolle ein. Die Frage nach einer Verfassungsresilienz ist deshalb entscheidend. Fragen nach dem Wahlalter und nach Amtszeitenbegrenzungen stehen hierbei im Mittelpunkt.

Ein Vergleich demokratischer Verfassungen kann dabei weiterhelfen, weshalb ein genauerer Blick auf die amerikanische Verfassung und das Grundgesetz als Grundlage wichtig ist. Dieser Workshop richtet sich ausschließlich an Lehramtsstudierende der Universität Stuttgart. Eine Einführung in das Grundgesetz und das Europarecht bietet Prof. Dr. Daniela Winkler und Dr. Marc Zeccola aus der Abteilung für Rechtswissenschaft vom Institut für Volkswirtschaftslehre und Recht. Dr. Florian Böller zieht eine vergleichende Perspektive anhand des amerikanischen Wahlsystems und der amerikanischen Verfassung.


Mittwoch, 31.01.2024 - 18:00 Uhr - What About Democracy?
Comparing the legal framework
Veranstaltungsort: Universität Stuttgart, Keplerstr. 17, 70174 Stuttgart Sprache: Deutsch

An diesem Abend griffen wir das Thema mit einem stärker gesellschaftspolitischen Blickwinkel wieder auf. Wir sprachen mit Prof. Dr. Doris Wydra von der Universität Salzburg und mit Boris Vormann, Ph.D., Professor am Bard College Berlin – A Liberal Arts University. Dabei werfen wir auch einen Blick auf die in 2024 anstehenden Wahlen zum Europäischen Parlament und den Präsidentschaftswahlen in den USA.

 

FRIEDENSSICHERUNG IN POSTKONFLIKT-STAATEN
Das Beispiel Sierra Leone

Mittwoch, 10. April 2024 – 19:00 bis 20:00  Uhr – virtuell

Zwischen 1991 und 2002 tobte in Sierra Leone ein Bürgerkrieg, dem bis zu 70.000 Menschen zum Opfer fielen und in dessen Verlauf rund 2,5 Mio. Menschen vertrieben wurden. Um die Folgen des Krieges aufzuarbeiten, wurden unter Führung der Vereinten Nationen verschiedene Maßnahmen durchgeführt, darunter die Etablierung einer Wahrheits- und Versöhnungskommission, welche den Opfern eine Stimme geben und die Hintergründe der Verbrechen aufklären sollte. Sierra Leone gilt als gutes Beispiel für eine friedliche Konfliktlösung und den gelungenen Wiederaufbau staatlicher Strukturen nach einem Bürgerkrieg.


Wie gestaltet sich die Lage in Sierra Leone heute? Wurden die Verbrechen zur Zeit des Bürgerkriegs ausreichend aufgearbeitet? Wie ist es gelungen, die staatlichen Strukturen weitestgehend wiederherzustellen? Lassen sich die erfolgreichen Maßnahmen nach Ende des Bürgerkriegs auch auf andere Bürgerkriegsstaaten übertragen? Über diese und viele weitere Fragen sprachen wir mit Juliane Westphal, Mediatorin und Beraterin für der Zivilen Friedensdienst (ZFD), dem Politikwissenschaftler Prof. Dr. Carlo Koos und Simone Dengel, Erste Vorsitzende der in Sierra Leone aktiven Hilfsorganisation We give a Hand e. V. diskutieren – und mit Ihnen!

Wir boten diese Veranstaltung gemeinsam mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Landesbüro Baden-Württemberg an.
 

FILMVORFÜHRUNG "20 DAYS IN MARIUPOL“
Screening des preisgekrönten Dokumentarfilms mit Impuls und Diskussion
Dienstag, 16. April 2024 - 18:00 bis 20.30 Uhr, Stuttgart, Cinema-Innenstadt-Kino, Königstraße 22
Mittwoch, 17. April 2024 – 18:15 bis 20:45 Uhr, Tübingen
Dienstag, 23. April 2024 - 18:15 bis 21:00 Uhr, Heidelberg, Neue Universität, Hörsaal 14

Ein ukrainisches Team der Nachrichtenagentur Associated Press (AP) dokumentiert in Mariupol trotz Belagerung der Stadt die Gräueltaten der russischen Invasion. Als einzige internationale Reporter vor Ort halten sie entscheidende Kriegsbilder fest, darunter das Leid der Zivilbevölkerung, Massengräber und die Bombardierung einer Entbindungsklinik. Der Dokumentarfilm "20 Days in Mariupol" von Pulitzer-Preisträger Mstyslav Chernov basiert auf den täglichen Nachrichtenberichten des Reporters und eigenen Aufnahmen aus dem Kriegsgebiet und vermittelt erschütternde Einblicke in das Leid der belagerten Zivilisten. Der Film wurde mehrfach ausgezeichnet, gerade erst mit dem Oscar 2024 in der Kategorie "Bester Dokumentarfilm".

Welche historischen Ursachen hat die russische Aggression im Donbass in der Ostukraine? Welche Bedeutung hat die Stadt Mariupol für die Ukraine? Diese und weitere Fragen diskutierten wir nach dem Screening mit unseren Gästen Prof. Dr. Klaus Gestwa, Direktor des Instituts für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität Tübingen, und Afina Albrecht, Vorstandsmitglied des Ukrainischen Ateliers für Kultur und Sport (UAKS) e.V und gebürtig aus Mariupol - und mit Ihnen!

Diese Veranstaltung war ein gemeinsames Angebot der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit Landesbüro Baden-Württemberg, der Liberalen Hochschulgruppe Tübingen, dem Institut für Osteuropäische Geschichte und Landeskunde an der Universität Tübingen.
 

Nicht-westliche Perspektive auf die internationale Ordnung
China und sein Verständnis zum „Jus ad Bellum“, dem „Recht zum Krieg“
mit: Andreas Lehrfeld, Universität Köln
Mittwoch, 15. Mai 2024 – 18:00 Uhr – Stiftung Geißstraße 7, Stuttgart

Der Vortrag und anschließender Diskussion basierend auf den Forschungsergebnissen im Rahmen der Dissertation „Chinese Positions on the Use of Force by States“, stellte mit chinesischen Positionen zum Jus ad Bellum, dem Recht zum Kriege, einen vergleichsweise wenig erforschtes Teilgebiet im Völkerrecht vor.

Ausgehend von einer nicht-westlichen Perspektive auf die internationale Ordnung und dem Aufkommen eines „autoritären“ Völkerrechtsverständnisses beleuchtete Andreas Lehrfeld zentrale Aspekte wie dem Gewaltverbot und dem Selbstverteidigungsrecht und zog Verknüpfungen zu aktuellen Entwicklungen in der internationalen Politik wie dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und der chinesischen Staatspraxis.

Andreas Lehrfeld ist seit 2020 als Programmreferent im Landesbüro Baden-Württemberg der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit tätig. Zuvor arbeitete er in Essen für die Stiftung Mercator im Bereich des deutsch-chinesischen Projektmanagements und sammelte Arbeitserfahrung beim Mercator-Institut für China-Studien in Berlin sowie im Deutschen Bundestag. Er studierte an den Universitäten in Trier, Xiamen und Shanghai Sinologie, Politikwissenschaft und Öffentliches Recht und verfasst seine Dissertation über chinesische völkerrechtliche Positionen am Lehrstuhl für chinesische Rechtskultur an der Universität zu Köln.


Lunchtalk
FREIE MENSCHEN KANN MAN NICHT ZÄHMEN
Lunch Talk mit dem mauretanischen Menschenrechtsaktivisten Yahya Ekhou
Dienstag, 25. Juni 2024 – 11:45 bis 13:15 Uhr, Stiftung Geißstraße 7, Stuttgart

In der westafrikanischen Islamischen Republik Mauretanien besteht ein strenges Stammes- und Klassensystem. Zugleich gibt es eines der schärfsten Apostasie- und Blasphemiegesetze der Welt: wer die Religion kritisiert oder gegen die politischen Verhältnisse rebelliert, muss mit Gefängnis und Folter rechnen, wer sich vom Islam lossagt, ist von der Todesstrafe bedroht.

Der aus Mauretanien stammende Autor und Menschenrechtsaktivist Yahya Ekhou erzählt in seinem Buch "Freie Menschen kann man nicht zähmen" die Geschichte eines jungen Mannes, der sich öffentlich dazu bekannte, Atheist zu sein, was Demonstrationen gegen ihn auslöste. Die Bedrohung endete auch im Exil in Deutschland nicht. Er beschreibt seinen Bruch mit traditionellen Denkmustern, seinen Status als staatenloser Menschenrechtsaktivist, aber auch seine Hoffnungen auf gesellschaftliche Veränderungen und ein Leben in Freiheit.

Wie ist die menschenrechtliche Lage in Mauretanien? Was bedeutet Glaubensfreiheit in traditionellen Gesellschaften? Diese und weitere Fragen diskutierten wir mit Yahya Ekhou und mit Ihnen!
Weitere Informationen zu Yahya Ekhou finden Sie im PDF zur Veranstaltung.
 

Ecuador – Demokratie im Überlebenskampf – Resilienz von Zivilgesellschaft zwischen Machtkartellen, Drogenmafia und Korruption
Dienstag, 9. Juli 2024 – 18:00 Uhr, Geißstrasse 7, Stuttgart
Informations- und Diskussionsarbeit mit Dr. Andrés Gonzales, Ecuador

Dr. Andrés González ist Politikwissenschaftler und lebt in Quito-Ecuador. Er promovierte in Politikwissenschaft und Internationalen Beziehungen an der Ludwig-Maximilians-Universität in München und unterrichtete an mehreren Universitäten und Schulen in Deutschland und Ecuador. Derzeit ist er Präsident und akademischer Direktor von POLITIKUM, einer unabhängigen Bildungseinrichtung mit Sitz in Quito und Berlin. Die Arbeit von POLITIKUM konzentriert sich auf politische Bildung sowie auf akademisches und berufliches Coaching für Schüler:innen und Studierende. Er ist auch der Autor des Buches "Governance for the 21st Century: Der Kampf gegen Korruption in Lateinamerika" (LIT Verlag). Weitere Informationen zu dieser Veranstaltung finden Sie hier im Flyer.

In seinem Vortrag stellte Dr. Gonzales die aktuelle politische und wirtschaftliche Situation Ecuadors vor. Besondere Beachtung spielte dabei die Rolle internationaler Kartelle, die in weiten Teilen des Landes die Kontrolle übernommen haben. Andererseits entstehen zivilgesellschaftliche Bewegungen, die versuchen, mit den Veränderungen umzugehen und gesellschaftspolitische Impulse zu setzen, darunter auch POLITIKUM, eine Einrichtung der politischen Bildung und Erwachsenenbildung in Ecuador, die von Dr. Gonzales gegründet wurde und zwischenzeitlich auch mit einem Büro in Berlin vertreten ist.

 

 
 
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